Einspeisevergütung
Gesetzliche Förderung für Solarstrom ins Netz
Definition:
Die Einspeisevergütung ist der Betrag, den Betreiber einer Photovoltaikanlage vom Netzbetreiber erhalten, wenn sie Strom ins öffentliche Netz einspeisen. Die Höhe ist gesetzlich festgelegt und garantiert für 20 Jahre ab Inbetriebnahme der Anlage. Das Modell schuf die wirtschaftliche Grundlage für den massiven PV-Ausbau in Deutschland seit 2000.
Volleinspeisung vs. Teileinspeisung – zwei Modelle:
Die Vergütungssätze sind nach Nutzungsmodell gestaffelt:
Volleinspeisung: Der gesamte erzeugte Strom wird ins Netz eingespeist. Dieser Weg wird mit einem höheren Vergütungssatz belohnt, weil der Betreiber keinen Strom selbst verbraucht.
Teileinspeisung (Eigenverbrauch): Der Betreiber verbraucht einen Teil selbst und speist nur den Überschuss ein. Die Vergütung für den eingespeisten Anteil ist etwas niedriger.
Typischerweise liegen die Einspeisevergütungssätze heute zwischen 7 und 12 Cent pro kWh – abhängig von Anlagengröße und Einspeisequote.
Wie lange läuft die Garantie?
Die 20-Jahres-Garantie beginnt mit der Inbetriebnahme. Eine Anlage, die 2025 installiert wird, erhält Einspeisevergütung bis 2045. Danach fällt die Vergütung deutlich – es gibt nur noch eine Anschlussförderung mit niedrigerem Satz. Das macht die Lebensdauer von Anlagen wirtschaftlich relevant.
Ab wann ist Direktvermarktung Pflicht?
Hier gab es mehrfach Änderungen durch das EEG: Anlagen ab 100 kWp unterliegen der Direktvermarktungspflicht – bedeutet: Sie erhalten keinen festen Vergütungssatz mehr, sondern müssen ihre Energie aktiv am Strommarkt vermarkten. Seit dem Solarspitzengesetz 2025 gilt diese Pflicht auch ab 25 kWp. Das macht Speicher und Eigenverbrauchsoptimierung für diese Größen wirtschaftlicher.
Für Unternehmen: Warum Eigenverbrauch besser ist:
Gewerblicher Netzstrom kostet heute 25–40 Cent pro kWh (inkl. Netzentgelte, Steuern, Umlagen). Die Einspeisevergütung liegt bei 7–12 Cent. Daraus folgt: Selbst erzeugter und selbst genutzter Solarstrom ist wirtschaftlich deutlich attraktiver als eingespeister Strom. Für Industrieunternehmen ist die Einspeisevergütung daher eine Randgröße – der Fokus liegt auf Eigenverbrauchsmaximierung mit Batteriespeicher.
Das Wichtigste zusammengefasst:
Die Einspeisevergütung garantiert 20 Jahre lang einen festen Strompreis für eingespeiste PV-Energie – aber nur für kleine Anlagen. Für Unternehmen ist Eigenverbrauch wirtschaftlicher als Einspeisung. Mit Speicher und intelligentem Lastmanagement lässt sich der Wert der PV-Anlage vervielfachen.
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