Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)
Förderung für Solaranlagen und Windkraft
Definition:
Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist das zentrale deutsche Bundesgesetz, das den Ausbau erneuerbarer Energien regelt. Es legt fest, unter welchen Bedingungen und zu welchen Bedingungen Strom aus Solar, Wind, Biomasse und Wasserkraft ins öffentliche Netz eingespeist und vergütet wird. Seit 2000 ist das EEG das Fundament der deutschen Energiewende und hat den massiven Ausbau der erneuerbaren Stromerzeugung ermöglicht.
Wie funktioniert das EEG? Die vier Kernmechanismen:
- Einspeisevorrang: Strom aus erneuerbaren Quellen wird vom Netzbetreiber vorrangig abgenommen – unabhängig von Marktsituation oder aktueller Nachfrage.
- Vergütungsregelung: Anlagenbetreiber erhalten entweder feste Einspeisevergütungssätze für 20 Jahre oder können sich für Direktvermarktung mit einer Marktprämie entscheiden. Die Vergütung ist im Gesetz festgelegt.
- Ausschreibungspflicht: Anlagen ab bestimmten Größen (z. B. Solaranlagen ab 750 kWp) erhalten Förderung nur über Ausschreibungsverfahren, nicht mehr automatisch.
- Degression: Die Vergütungssätze sinken automatisch mit zunehmendem Anlagenzubau – ein Anreiz, früh zu investieren.
Die 100 kWp Grenze – ein wichtiger Schwellenwert:
Für Unternehmen mit eigenen Erzeugungsanlagen ist die Größe entscheidend. Anlagen bis 100 kWp unterliegen weniger strikten Anforderungen. Ab 100 kWp ist Direktvermarktung am Strommarkt verpflichtend (nicht mehr nur Einspeisevergütung). Das bedeutet höherer administrativer Aufwand, aber auch mehr Flexibilität und potenziell bessere Erlöse.
Was ist für Unternehmen wichtig?
Das EEG regelt, ob und wie selbst erzeugte Solarenergie vergütet wird. Wichtig für die Wirtschaftlichkeit: Strom, der selbst verbraucht wird (Behind-the-Meter), unterliegt anderen Regeln als eingespeister Strom – EEG-Förderung ist nur für die Einspeise-Komponente relevant. Wer eine eigene Solaranlage betreibt, muss sich daher zwischen Volleinspeisung (alles ins Netz), Überschusseinspeisung (nur Überschüsse) oder Eigenverbrauchsoptimierung mit Speicher entscheiden.
Das Wichtigste zusammengefasst:
Das EEG ist das Fördersystem für erneuerbare Energien in Deutschland. Für Unternehmen ist zentral: Größe der Anlage (Schwelle 100 kWp), Einspeisemodell (Voll- oder Überschusseinspeisung) und die Kombination mit Speichern und Eigenverbrauch entscheiden über die Wirtschaftlichkeit.
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